Im Rahmen des Bündnis gegen Braunkohle Abschnittes laufen:

+ + + + + + + + + + + +

Mit den gesundheitlichen, infrastrukturellen und psychosozialen (besonders auch für die Mitarbeiter der Energiekonzerne) Folgen der hiesigen Energiepolitik, speziell der Auswirkungen von Feinstaub, Radioaktivität und giftigen Schwermetallen aus Braunkohletagebauen- und Kraftwerken bin ich schon von Kindheit an und speziell beruflich als im hiesigen Rheinland hausärztlich tätiger Internist täglich konfrontiert.

Run for your life!
Run for your life!

Die Menschen in dieser ständig wachsenden Region, die durch chemische Industrie, Verkehrs-und Flugverkehr, zunehmende Landschaftsversiegelung etc. schon hinreichend gebeutelt ist, wollen nicht nur arbeiten, sondern auch leben. Mein Laufweg heute stellt dabei eine abstrakte Freizeitinstallation als Surrogat verlorener Lebensqualität dar.

Deshalb und aus solidarischen Gründen für die extrem engagierten jungen Menschen von der Wald-und Wiesenbesetzung des Hambacher Forstes (die ich gerne unterstütze) stehe ich hinter den Forderungen des Bündnisses für Braunkohle, insbesondere denen, die im Zusammenhang mit den gesundheitlichen Folgen der Braunkohleindustrie stehen!

Dr. med. Thomas Landmann

+ + + + + + + + + + + +

Mein Name ist Hubert Perschke und ich laufe am 27.11. beim „Run for Your life“ mit. Ich bin Fotograf und wohne seit mehr als 30 Jahren am Rande des größten Braunkohletagebaus _20151106_26162_HPEuropas, dem Tagebau Hambach. Für die Bewohner des Dorfes Manheim habe ich einen Bildband herausgegeben, der die Erinnerung wach halten soll, denn das Dorf verschwindet im Loch und nur die Erinnerung bleibt.

Das ist einer der Gründe, warum ich mich im „Bündnis gegen Braunkohle“ gemeinsam mit weiteren braunkohlekritischen Einzelpersonen und Gruppen für die Novellierung des Bergrechts und insbesondere für die Abschaffung der Zwangsumsiedlung und Enteignung einsetze.

+ + + + + + + + + + + +

Mein Name ist Antje Grothus und ich laufe am 27.11. beim „Run for Your life“ mit. Ich lebe seit 21 Jahren mit meiner Familie in Buir bei Kerpen. Ich habe die Initiative „Buirer für Buir“ http://www.buirerfuerbuir.de/; https://de-de.facebook.com/BuirerFuerBuir/ mitbegründet.

Foto: Hubert Perschke
Foto: Hubert Perschke

Buir soll ein Grubenranddorf des Tagebaues Hambach werden und ist schon jetzt durch die tagebaubedingte Verlegung der Autobahn A 4 und der Hambachbahn an den unmittelbaren Ortsrand sehr belastet. Die Lebensqualität vieler Menschen, auch derer, die hier im Rheinischen Revier leben, ist durch die von RWE betriebenen drei Tagebaue und vier Kraftwerke massiv eingeschränkt.

Das ist einer der Gründe, warum ich mich im „Bündnis gegen Braunkohle“ gemeinsam mit weiteren braunkohlekritischen Einzelpersonen und Gruppen für die sofortige und konsequente Einleitung des Braunkohle-Ausstiegs und den konsequenten Umstieg auf dezentrale regenerative Energieversorgung einsetze.

Nur so können wir unsere Schöpfung wahren und Menschen auf der Erde eine lebens- und liebenswerte Zukunft geben.

Ihr wollt noch mehr lesen? Die kompletten Geschichten von allen Läufer*innen gibt es ab dem 27.11. hier oder noch besser: schaut den livstream von Run for your Live!

 

Ebenfalls am Run for your Live beteiligen sich im Revier:

Seit nunmehrdj 30 Jahren kämpft der BUND politisch gegen den Braunkohlentagebau Garzweiler II und für die Energiewende. Für mich ist kein größerer Eingriff in die Natur, die Kulturlandschaft und das Klima vorstellbar als die Förderung und Nutzung von Braunkohle. Braunkohlentagebaue vertreiben die Menschen aus ihrer Heimat, zerstören Feld, Wald und Gewässer, zeitigen Ewigkeitsschäden großen Ausmaßes und ruinieren durch die ineffiziente Nutzung der Kohle in antiquierten Kraftwerken das Klima. Das muss gestoppt werden!

Dirk Jansen

… ist Geschäftsleiter beim BUND NRW und Mitautor des Buches: Zukunft statt Braunkohle. 30 Jahre Widerstand gegen Garzweiler II.